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am 30. Oktober 2015

Frauen in der Kommunalpolitik

Viktoria Gruber MA, Hermann Weratschnig MBA, MSc - Frauen sind in der Kommunalpolitik unterrepräsentiert. Aber wie lässt sich der Frauenanteil in der kommunalpolitischen Tätigkeit dauerhaft erhöhen?


Laura Lischinski präsentiert gemeinsam mit den Schwazer Grünen die Datenstatistik zum Frauenanteil in der Kommunalpolitik im Bezirk Schwaz. So gibt es in 279 Tiroler Gemeinden nur 11 BürgermeisterInnen (ein Anteil von 3,9%), ein Schnitt welcher nur noch vom Land Salzburg (2,5%) bei 3 von 119 BürgermeisterInnen unterboten wird. Österreichweit liegt Niederösterreich mit 9,8% BürgermeisterInnen vorne.

Beim Blick auf die Städte zeigt sich, dass Frauen in urbaneren Orten deutlich stärker vertreten sind Spitzenreiter in Tirol ist Innsbruck. Aber auch Schwaz reiht sich an der Spitze ein. Insgesamt 7 Frauen übernehmen hier eine Vorbildfunktion und bilden einen Anteil von 33,3%.

Ein Frauenanteil von 14,2% in den bezirksweiten Gemeindeparlamenten im Bezirk ist den Grün-PolitikerInnen Hermann Weratschnig und Viktoria Gruber aber zu wenig. "Für mehr Frauenbeteiligung in politischen Gremien und mehr Mitspracherecht müssen bestehende Strukturen aufgebrochen werden. Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen ist immer noch mehrheitlich weiblich und nehmen viel Zeit und Engagment in Anspruch. Viele Väter wollen sich vermehrt einbringen, diese gilt es zu unterstützen. Informationen über Väterkarenz und Papa-Monat sind besonders wichtig. Ein Rechtsanspruch auf den "Papa Monat" in der Privatwirtschaft, wie es im öffentlichen Dienst Gang und Gebe ist, wäre zeitgemäß!" so Bezrikssprecherin Viktoria Gruber.

Wenn der Frauenanteil in den Gemeinderäten kontinuierlich gesteigert wird, wird die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen erhöht.

Der Landtagsvizepräsident lässt aufhorchen: „Ich kann mir finanzielle Anreize im Parteienfördergesetz gut vorstellen, wenn schrittweise Frauenquoten eingehalten werden. Ohne Ziele und Entschlossenheit können wir weitere Jahrhunderte warten. Da fehlt mir einfach die Zeit. Den Kulturwandel in den Gemeindestuben braucht es jetzt“, ist Weratschnig überzeugt.