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am 15. Oktober 2015

PV Tagung in Schwaz

Hermann Weratschnig MBA, MSc, Viktoria Gruber MA - Thomas Haidenberger: Die Sonne wird noch für 5 Milliarden Jahre kostenlos ihre Energie zur Verfügung stellen.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung



Die in Schwaz stattfindende Österreichische PV-Tagung ist Anlass für die Grünen ihr Augenmerk auf das Tiroler Solarpotential zu lenken. Dass die erstmals in Tirol stattfindende Österreichisch PV-Tagung in Schwaz ihren Ort gefunden hat, freut die Schwazer PolitikerInnen Hermann Weratschnig, Energiesprecher der Grünen Tirol und seine Gemeinderatskollegin und Kommunale Klimaschutzbeauftragte Viktoria Gruber. Bezirksübergreifende Zusammarbeit zum Thema Energie gibt es bei den Grünen schon seit vielen Jahren. Gemeinsam mit dem grünen Bezirkssprecher und Energieberater Thomas Haidenberger machen sich die Schwazer Gedanken zur Energiewende vor Ort.

"Die Sonne schickt dir keine Rechnung – das war der Slogan jener Pioniere, die sich in den 80er-Jahren zu den ersten Selbstbaugruppen zusammenschlossen und gemeinsam thermische Sonnenkollektoren bauten. Was damals niemand zu träumen wagte, die Photovoltaik war ja noch eine 'unbezahlbare Weltraumtechnologie', ist inzwischen Realität: Strom aus PV-Kleinanlagen ist wirtschaftlich interessant geworden, ist er doch deutlich billiger als Strom aus dem Netz."

Erstmals wurde im Juni dieses Jahres das Solarpotential für das gesamte Tiroler Landesgebiet präsentiert. Das Augenmerk lag dabei ausschließlich auf bereits bestehenden Gebäuden. "Die Ergebnisse haben viele überrascht, ließe sich doch allein mit der Nutzung der gut geeigneten Dachflächen Tirols zumindest dieselbe Menge Strom erzeugen wie mit allen bestehenden Wasserkraftwerken des Landes.", verdeutlich Haidenberger die Bedeutung der Sonnenenergie für Tirol.

"Eine stattliche Zahl von bereits bestehenden PV-Anlagen ist jenen zu verdanken, die sich schon vorzeitig für diese Technik begeisterten und sich von unbefriedigenden Fördersystemen und bürokratischen Hindernissen nicht davon abhalten ließen, ihre Vision umzusetzen." sind sich die drei Grünpolitiker einig.

Seit August ist die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung in der Strategie TIROL 2050 verstärkt verankert. Bis zu diesem Zieldatum sollen 20% des Stroms in Tirol aus Sonnenlicht stammen. "Das wird kein Spaziergang",sind sich die Bezirkssprecher von Schwaz und Osttirol sicher. "Über 4000 Kleinanlagen bis 5 Kilowatt Spitzenleistung schaffen heute gerade einmal ein Prozent." Das soll in den kommenden 35 Jahren verzwanzigfacht werden soll und bedeutet einen Zuwachs von rund 2000 Kleinanlagen jährlich! "Es braucht Anstrengungen in vielen Bereichen, von der Information über die Einrichtung durchdachter, auf die Optimierung der Effizienz und des Eigenverbrauchs abgestimmter Fördermechanismen bis hin zur Bereitschaft der regionalen EVUs, die eigene Rolle zu überdenken, vielleicht sogar neu zu definieren: Die Netze vorbereiten und ausrichten für ein innovatives Energiemanagement und die Erzeugung anteilig jenen zu überlassen, die ihnen die Investitionen dafür abnehmen."

Der Gewinn für Menschen, Wirtschaft und Natur ist klar: "Viele regionale Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung, weniger Abhängigkeit, höheres Energiebewusstsein und vielleicht sogar der eine oder andere Bach, der weiter frei fließen darf." sind sich die Grünen einig.


Unter diesem Link ist die PDF-Datei abzurufen:

https://www.tirol.gv.at/fileadmin/applikationen/tiris/tiris-links/SolarTirol_tirol_forWeb.pdf

Tirol Solar