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am 26. August 2015

Fünf Schritte zur Solarwende

Hermann Weratschnig MBA, MSc - WERATSCHNIG: werden wollen, müssen wir das Photovoltaikpotential ausschöpfen“

Anlässlich jüngster Studienergebnisse über das Potential von Solarenergie in Tirol sieht sich der Grüne Energiesprecher Hermann Weratschnig in seiner Forderung nach einem Paradigmenwechsel bei Photovoltaik bestätigt. „Solarenergie hat ein unglaubliches Potential in Tirol, das derzeit fast brach liegt. Wenn wir bis 2050 die Energieautonomie verwirklichen wollen, müssen wir die Sonne endlich stärker als Energieträger nutzen!“

Die derzeitige Ausgangslage sei österreichweit alles andere als solarfreundlich. Der Einfluss der Verhinderer und Blockierer bremse die Entwicklung nach wie vor massiv ein. „Wir müssen die unnötigen Hindernisse beseitigen und den Weg frei für die Solarwende machen. Dann würden wir uns in Österreich nicht über die Überschreitung des ersten GWpeak Sonnenkraft freuen, sondern wären schon bei zwei oder drei GWpeak angekommen. Der Aufholbedarf ist riesig. Das gilt auch für Tirol. Irgendwo im Mittelfeld zu liegen darf einfach nicht unser Anspruch sein. Das ist zu wenig für die ambitionierten Ziele, die sich Tirol im Bereich alternativer Energie steckt“, fordert Weratschnig mehr Bewegung ein. Die rund 4.500 PV Anlagen in Tirol leisten knapp ein Prozent der Gesamtstromerzeugung.

Fünf Schritte seien für Weratschnig für den Beginn ausreichend, um der Solarwende einen entscheidenden Impuls zu geben.

1. Abbau hemmender Faktoren (z.b. kostenaufwendige Netzanbindung oder der Förderausschluss von Gemeinde- und Landesförderungen bei Gewährung der Kli.en Bundesförderung).
Gleichzeitig müsse Planungssicherheit bei Förderungen der bestehenden Anlagen der Solar-Pioniere gewährleistet werden.

2. Anreize in der Wohnbauförderung durch Darlehens- und Annuitätenzuschüsse wie in anderen Bundesländern

3. Solaroffensive bei öffentlichen Gebäuden (Bei der Errichtung und Sanierung von öffentlichen Gebäuden sind erneuerbare Energieträger verpflichtend zu prüfen inkl. Energiebegleitung bereits in der Planungsphase)

4. Die Förderung von Speichersystemen (Firmen sind derzeit bei der Entwicklung von modernen Stromspeichern beteiligt. Bei optimaler Stromspeicherung ist der derzeitige Eigenverbrauch von ca. 30% wesentlich zu erhöhen. Eine Stromspeicher-Förderung von. € 400,--/kWpeak ist zu prüfen)

5. Sonderförderprogramm für Skigebiete und touristische Anlagen im Rahmen der Tiroler Wirtschaftsförderung.

„Diese fünf Schritte können einen Solar-Boom in Tirol auslösen. Selbstverständlich nur unter der Prämisse, dass die Tiwag keine weitere unerwartete Senkung der Tarifförderung in den nächsten Jahren vornimmt“, erinnert Weratschnig an die von der Tiwag verursachte Verunsicherung des gesamten Photovoltaiksektors im Frühjahr. "Planungssicherheit ist ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung für eine Photovoltaikanlage."